Deutsche Meisterschaften im Halbmarathon

Auf dem Gelände des ADAC-Fahrsicherheitszentrum wurde am 17. Juni 2018 die Deutsche Meisterschaft im Inlineskate-Halbmarathon ausgetragen. Fast 300 Starter kämpften in Rethen um den Titel.

Was für eine Premiere: Zum ersten Mal haben die Inlineskater in Laatzen die Deutschen Meisterschaft im Halbmarathon ausgetragen. Bei den beiden Rennen gingen am Sonntag insgesamt 190 Männer sowie 90 Frauen an den Start.

„Wir haben schon seit einigen Jahren eine Kooperation mit dem ADAC“, sagte Mirko. An jedem Donnerstagabend trainieren die Vereinsmitglieder auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums. Seit 2005 gibt es zudem hin und wieder Rennen auf dem Parcours. Eine Meisterschaft dieser Größenordnung aber hat es in Rethen noch nie gegeben.


Das Freizeit-Rennen, das eigentlich separat starten sollte, hatten die Veranstalter in das Profi-Rennen eingegliedert. So hatten die Freizeitsportler die Möglichkeit, zusammen mit den Profis auf die Strecke zu gehen.

Eisschnelläuferin Pechstein muss kurzfristig absagen
Die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, die eigentlich beim Rennen in Rethen starten wollte, musste ihre Teilnehme kurzfristig absagen. Die hauptberufliche Polizeihauptmeisterin konnte sich nicht freinehmen und musste bei der Bundespolizei zum Dienst erscheinen.

Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne gab beim Damen- und Herrenrennen den Startschuss. Er freute sich darüber, dass so ein hochkarätiges Rennen auf dem Boden der Stadt Laatzen ausgetragen wurde. Mirko hatte sich bereits im Oktober 2017 an die Stadt Laatzen gewandt, um die Voraussetzungen zu klären. „Wir haben die Rahmenbedingungen abgeklärt“, so Köhne. Unter anderem wurde vereinbart, dass am Vormittag die Lautstärke der Lautsprecheranlage gemessen wird. Auf diese Weise sollte eine Störung der Anwohner im Vorfeld verhindert werden. Köhne begrüßte die gute Zusammenarbeit mit dem Inline Club Hannover – und hofft, dass auch zukünftig ähnliche Veranstaltungen in Rethen ausgetragen werden.

„Traumhafte Streckenverhältnisse“
Tatsächlich gebe es bereits Gespräche für eine Inlineskate-Meisterschaft im nächsten Jahr, verriet Mirko. Das Gelände sei für solche Veranstaltungen hervorragend geeignet. Die Streckenverhältnisse sind traumhaft. Die Fahrbahn ist überall zwischen acht und zwölf Meter breit, und es gibt keine Bodenwellen und keine Springfugen.“
Die Siegerin des Damenrennens Katja Ulbrich war von den Bedingungen ebenso begeistert. „Das ist eine anspruchspruchsvolle Strecke mit einer langen Steigung. Das gefällt mir sehr gut“, sagte sie kurz nach dem Zieleinlauf.

Vor dem Inlineskate-Rennen starten Fixed-Gear-Radfahrer
Bereits vor dem Inline-Rennen konnten die Zuschauer einen Wettkampf in einer anderen Sportdisziplin auf dem ADAC-Gelände erleben: Zur Mittagszeit wurden zwei sogenannte Fixed-Gear-Radrennen auf der Strecke ausgetragen. Bei diesen Rennen fahren die Starter mit Räder, die eigentlich auf Radrennbahnen eingesetzt werden. Sie haben keine Gangschaltung, keine Bremsen und keinen Freilauf. „Die Starter müssen die Strecke ganz genau einschätzen“, sagte Johannes Welzel vom Verein Hannover FXD, der erst im vergangenen Jahr gegründet wurde und der das Rennen mitorganisiert hatte. So müsste die Fahrer vor jeder Kurve abschätzen, wie schnell sie diese anfahren – schließlich können die Rennfahrer in der Kurve nicht bremsen. Sie müssen die Geschwindigkeit mit Muskelkraft reduzieren. Zudem müssen sie aufgrund des fehlenden Freilaufs darauf achten, dass sie in engen Kurven nicht mit der Pedale auf der Fahrbahn aufsetzen.
Bei den beiden Damen- und Herrenrennen waren einige hochkarätige Starter dabei. Das Rennen wird für die sogenannte German Fixed Crit Series gewertet: Bei jedem Rennen sammelt die Starter Punkte, so dass am Ende der Saison ein deutschlandweiter Gesamtsieger feststeht.

Quelle: HAZ vom 20.06.2018

Auch das Kids Rennen war ein voller Erfolg.

Vielen Dank auch an die vielen fleißigen Helfer, die diesen Tag zu einem unvergesslichen Highlight gemacht haben.